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Donnerstag, 31. Dezember 2015

2015 - ein spannendes Jahr



Unser Jahr war wunderschön, aufregend, anstrengend mit vielen Höhen und auch schwierigen Momenten. Gestartet bin ich ja mit dickem Bauch und einer schönen und umkomplizierten Schwangerschaft, an die ich mich gern zurück erinnere. Ralf war beruflich dieses Jahr relativ flexibel, was auch das Schwangerschaftsende recht einfach gemacht hat. Wir haben ENDLICH unser Schlafzimmer renoviert, welches gerade noch rechtzeitig fertig wurde.
 vorher und nachher:

Ich habe endlich mein Abschlusszeugnis in der Hand und das auch noch mit sehr gutem Erfolg, Wie viel Verzweiflung, Stress und Nachtschichten das gekostet hat. Ich war so oft kurz davor alles hinzuschmeisen, aber ich habe es geschafft. Noch heute hole ich das Zeugnis ab und an geraus weil ich noch immer nicht fassen kann, das ich das geschafft habe und auch noch excellent drauf steht :-D

Dann  ist unsere kleine Elena geboren - die lang ersehnte Schwester für Giuliana. In einer von uns gewünschten Hausgeburt ist sie ganz in unserer Mitte angekommen und hat sofort alle Herzen im Sturm erobert. Die Wochenbettzeit war diesmal auch sehr erholsam, denn ich habe mir und Elena viel Ruhe gegönnt, natürlich auch weil Ralf 2 Monate zu Hause geblieben ist. Dennoch hat sie so viel Liebe und so viel Sonnenschein in unser Leben gebracht und die letzten Monate waren ganz schön anstrengend, denn unsere Nächte sind immernoch von nur sehr kurzen Schlafphasen geprägt.
Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, heute steht unsere kleine Maus schon und versucht ihre ersten Schritte


Der Sommer war so schön warm, dass wir wirklich sehr viel draußen sein konnten. Auch auf einen sehr gelungenen Urlaub können wir zurück schaun. 3 Wochen Auszeit und Tapetenwechsel waren einfach wundervoll und noch heute schaun wir uns gern die Bilder davon an.

Leonardo ist auf das Gymnasium gewechselt, was erst recht unkompliziert erschien, hat sich nun doch erstmal zum Problem entwickelt und die Baustelle gilt es jetzt zu bearbeiten. Alessandro ist unser erstes Kind welchen wir zu Hause unterrichten und das funktioniert ganz ganz toll. Wir freuen uns beide und sind dem Stoff der anderen 1. Klässler schon voraus, so dass uns Unterricht ganz entspannt ablaufen kann. So ganz ohne Druck und Muss läuft das wirklich mehr als gut.

 Giuliana hat einen der begehrten Plätze an der Musikschule für Klavier bekommen und auch ihr erstes Vorspiel schon bravös gemeistert. Auch so waren sie Kinder in ihrem Hobbies ziemlich erfolgreich und ich finde es toll und wichtig, wie sie sich für ihre Hobbies engagieren. Ich selber habe auch einige schöne Dinge genadelt, die könnt ihr aber einfach unter dem Tag stricken anschaun.

Ansonsten haben wir unseren Haushalt von so viel Plastik wie möglich befreit, wir sind komplett auf Bio-Lebensmittel umgestiegen und versuchen der veganen Linie treu zu bleiben. Und genau da wird es auch nächstes Jahr weiter gehen. Wir haben große Träume und Wünsche und so bald sich hier etwas handfestes ergibt, werde ich davon berichten. Wir werden heute Abend nicht viel machen. Böller haben wir keine gekauft und ich vermute auch, wir werden nicht mal Mitternacht erleben. Gerade übt Ralf noch mit Leonardo und um mich wuseln die Kleinen herum, denen ich jetzt auch wieder meine Aufmerksamkeit schenken werde. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein tolles 2016!!! Wir sind schon gespannt was es für uns bereit halten wird.

Glückliches Neues Jahr 2016!
Liebe Grüße
Sissy

Sonntag, 26. April 2015

Mein Geburtsbericht Elena

Es hat ein wenig gedauert bis ich mich dazu entschlossen habe den Bericht aufzuschreiben. Diesmal habe ich ein wenig gebraucht das alles zu verarbeiten und zu akzeptieren das es ist wie es war.

Morgens sind wir wie immer mit dem Weckerklingeln aufgewacht, da die Großen ja zur Schule mussten. Ich hatte wieder so einen kleinen Blasensprung und ein wenig Fruchtwasser lief. Mir war irgendwie klar, dass heute der Tag war an dem sich unsere Prinzessin auf den Weg macht und so sagte ich zu Ralf: " Heute kommt bestimmt unsere Leni :D" Ich freut mich als auch langsam Wehen kamen und wir "unseren" Wunschtermin 15.4.15 (Luca kam am 11.7.11) bekommen würden.

Wir beeilten uns die Kinder fertig zu machen und rechneten eigentlich mit einer schnellen Geburt. Als Ralf dann die kleinen zur Kita brachte, wurden die Wehen auch ein wenig mehr, waren aber immer ziemlich kurz. Ich war etwas verunsichert und lies den Dingen einfach ihren Lauf, habe hier und da noch ein wenig aufgeräumt und meine Geburtsmusik eingeschaltet. Die Wehen wurden mal mehr, mal weniger und gegen 9:30 musste Giuliana aus der Schule geholt werden. Ich wehte weiter vor mich hin, aber es tat sich nicht wirklich etwas und ich wurde dann etwas unsicher. Gegen 11:00 Uhr informierte ich schon mal unsere Hebi, dass ich glaube das es bald losgeht und sobald die Wehen mehr wurden, wollte ich sie anrufen.  Ich entschied mich dafür in die Wanne zu gehen, aber auch dort wurden die Wehen zwar mehr, aber absolut nicht so, dass sie etwas bewirkten. 
Ich rief gegen 11:30 dann unsere Johanna an und sie war dann gegen 12:15 Uhr da. Sie war ganz erstaunt mich ohne Baby in der Wanne zu treffen, weil ich nie eine Wassergeburt wollte.  Nachdem ich in der Wanne noch ein paar Wehen hatte, die ich auch veratmen musste, schaute Johanna gegen 13.00 Uhr mal nach dem Mumu, da ich nicht das Gefühl hatte die Wehen würden nach unten drücken. Dem war auch tatsächlich so, da der Mumu immernoch bei 5 cm war. Ralf schaute auch immer mal rein und war ebenso erstaunt, dass immernoch kein Baby da war.

Kurz darauf bin ich dann raus aus der Wanne und wir gingen ins Wohnzimmer, aber mittlerweile waren alle Kinder zu Hause und so fand ich auch dort keine Ruhe. Die Kinder waren auch ganz aufgedreht und so brachten wir alle Sachen nach oben ins Schlafzimmer. Ralf musste nach den Kindern kucken und ich war mit Johanna allein. Es war alles so anders wie ich es mir eigentlich vorgestellt hatte. Auch wenn ich nie eine konkrete Vorstellung von der Geburt im Kopf hatte, habe ich nie damit gerechnet, dass Leni sich genau dann auf den Weg macht, wenn hier das größte Chaos tobt. Mich hat das irgendwie blockiert und ich war ziemlich verunsichert und brauchte eine Weile mich wieder auf die Geburt einlassen zu können und hinzunehmen, dass es jetzt eben so ist wie es ist. Elena hatte immer super Herztöne, die sich gar nicht änderten, auch unter den Wehen war sie total entspannt und das hat mich dann irgendwie beruhigt. Ich weiß nicht warum, aber irgendwann dachte ich einfach, okay Leni, du willst JETZT auf die Welt, dann schaffen wir das JETZT auch. Mir war dann auf einmal ziemlich egal ob da jetzt wer ins Zimmer kommt oder draußen herumtobte, ich konnte dann einfach loslassen. Daher wurden gegen 14:00 die Wehen dann so, das ich merkte, jetzt tut sich etwas und ich war dann einfach voll dabei, in Gedanken immer bei Leni und unseren geübten Geburtstrategien aus dem Hypnobirthing. Ich habe mich so darauf gefreut sie bald in den Armen halten zu können und habe einfach nochmal alles gegeben. In dem Moment kam Ralf ins Schlafzimmer, ich kniete vor dem Bett als die Presswehen begannen und war erstaunt, dass es jetzt doch so schnell ging, denn wirkliche Wehenschmerzen hatte ich nicht. Die Position fühlte sich aber einfach nicht gut an, also stand nochmal auf und verlangte nach dem Hocker (etwas das ich eigentlich nie wollte :D) Ralf saß hinter mir und Giuliana kam herein, aber sie wollte nicht bleiben. Auf dem Hocker war es dann angenehm und ich hatte glaube ich 3 Presswehen bis das Köpfchen geboren war. Ich musste diesmal wirklich gut mithelfen, das kannte ich bisher gar nicht so. Nach einer weiteren Wehe war unsere Prinzessin dann 14:23 Uhr auf der Welt.

Gleich danach kamen auch alle Kinder zur Tür herein um ihre Schwester zu begrüßen. Leider haben sie sich etwas erschreckt, weil Leni ja etwas blau war. Aber nach ein paar Minuten sahen sie, dass es ihr gut ging und waren dann ganz happy und interessiert. Johanna zeigte ihnen noch die Nabelschnur, aber am Ende traute sich keins sie durchzuschneiden und so übernahm das der Papa. Ich verspürte ziemlich Unterleibsschmerzen und sagte das Johanna, sie meinte das wäre die Plazenta, die wahrscheinlich schon raus will. So ging Ralf mit den Kindern nochmal kurz hinaus, den blutigen Anblick wollten wir ihnen ersparen. Als die Plazenta dann raus war, waren auch diese komischen Schmerzen weg. Leni hat dann gleich erstmal gesaugt und ordentlich gekackert und ich war ehrlich ziemlich geschafft. Daher hat Johanna die Kleine erstmal gewogen und gemessen und ich habe per WA der Familie die ersten Bilder geschickt:D Johanna war ganz begeistert, dass unsere Kleine komplett in selbstgestrickte Sachen eingepackt wurde. Und ich habe mich so gefreut, dass ihr alles gepasst hat.   
 Auch der Papa muss die kleine Maus natürlich erstmal knuddeln und auf der Welt begrüßen:


<3 Das Bild hat Johanna nach der Geburt gemacht, ich finde es so toll, leider fehlt Leonardo <3


Einige Tage später bei einem Nachsorgetermin, haben Johanna und ich nochmal über die Geburt gesprochen. Ihr war irgendwie klar, dass ich am Tag entbinde, aber das es so "lange" dauert hätte sie auch nicht gedacht;-). Ihrer Meinung nach suchen sich die Kinder selber aus, wie und wann sie kommen, ob sie aktiv mithelfen oder eher geschubst werden müssen. Rückblickend bin ich daher total versöhnt mit der etwas "chaotischen" Geburt, denn Leni und mir geht es gut und sie wollte eben genau so auf die Welt kommen. Heute 11 Tage später erkenne ich auch den Grund dafür. Leni reagiert ganz extrem auf ihre Geschwister. Immer wenn sie in der Nähe sind, wird sie ganz aufmerksam und vergisst sogar das es im Bauch zwickt. Vielleicht hat sie die Stimmen ihrer Geschwister einfach um sich herum gebraucht.

Wir sind jedenfalls überglücklich das sie nun "so richtig" zu uns gehört, denn auch im Bauch war sie ja schon irgendwie in unseren Tag integriert.







Samstag, 18. April 2015

Elena Marlene ist da :-D

Ihr habt es euch bestimmt schon gedacht, unsere kleine Prinzessin ist endlich da und wir sind überglücklich. Bei 40+3 kam unsere kleine Elena Marlene am 15.4.15 um 14:23Uhr im heimischen Schlafzimmer mit 3750gr und 50 cm (KU: 35 cm) auf die Welt. Diese Geburt war ganz anders wie gedacht, aber trotzdem toll :-D Aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal, jetzt will ich nämlich gaaanz schnell wieder kuscheln. Papa kümmert sich um alles und Elena und ich genießen unsere Zeit wirklich viel im Bett. Bin nämlich trotz allem ziemlich kaputt irgendwie. Die Geschwister sind ganz entzückt und kommen immer mal wieder nach uns sehen oder kuscheln. Elena ist ein ganz entspanntes Baby, was wirklich schon ziemlich gut angekommen ist und keinerlei Anpassungsschwierigkeiten hat. Seit heut ist auch die Milch da und wir können nun "richtig" stillen. Sie ist jetzt erstmal ordentlich fertig und schläft.


Wir haben auch direkt mit Stoffies gewickelt, denn ich hatte tatsächlich nicht eine einzige Plastikwindel besorgt. Wir testen und jetzt munter durch die ganzen System und ich bin schon gespannt was dann mit richtigen MuMi-Stuhl das Rennen machen wird.

Es grüßt ganz lieb

Sissy


Mittwoch, 14. Januar 2015

Nachdenklich...

..heute in der Schule wurde ich von Giulianas Lehrerin angesprochen. Eine andere Mutter wäre ganz entsetzt darüber, dass wir unsere Tochter zu Hause auf die Welt bringen wollen und dabei auch noch die anderen Kindern zu schauen lassen werden...Die Lehrerin selber findet es aber toll, sie hat es ebenso gemacht.

Ich war erstmal ganz schön sprachlos. Einerseits finde ich es ja gut, wenn man über Alternativen zum Krankenhaus spricht, aber das ich und meine Art zu gebären eine Art Schulgespräch zwischen Lehrerin und diversen Eltern ist, macht mich schon ganz schön sauer.  Meine Kinder sind ja fast alle ohne Krankenhaus auf die Welt gekommen und ob meine Kinder bei dieser Geburt dabei sein werden, das ist noch gar nicht entschieden. Giuliana hat einmal den Wunsch geäußert und ich kann mir nur vorstellen, dass die Lehrerin Giuliana irgendwie befragt hat. Wir haben jedenfalls mit keinem darüber gesprochen, da es keinen etwas angeht und wie gesagt, wir auch noch gar nicht wissen ob es überhaupt so sein wird.  Gedanken dazu habe ich mir schon gemacht und ein wenig recherchiert. Prinzipiell scheint da nicht dagegen zu sprechen. Im Hypnobirthingbuch stand sogar, dass es den Kindern gut tut und sie damit sogar eine Prägung erfahren, dass eine Geburt gar  nix schlimmes oder extrem schmerzhaftes Erlebnis ist (wie es in unserer Gesellschaft dargestellt wird), sondern etwas ganz Natürliches und es damit auch die spätere Geburt des Kindes beeinflussen kann. Das widerum macht natürlich Mut dazu. ABER ich kann mir momentan einfach kein Kind dabei vorstellen, ich wäre ja lieber ganz allein :-D Doch noch Stress ich mich überhaupt nicht damit, ich glaube einfach das es sich spontan entscheiden wird. Kinder sind in jedem Fall theoretisch drauf vorbereitet und wären im Fall der Fälle also nicht ahnungslos.

Das die Lehrerin solche Themen nicht diplomatisch abwendet, sondern noch breit mit anderen diskutiert.....arggghhh. Vielleicht muss ich Giuliana da noch etwas sensibilisieren was man erzählen kann und was lieber in der Familie bleiben sollte. Nicht das dann am Ende meine Geburt noch in der Klasse diskutiert wird *Panik*

Nach dem Schock haben wir es und zu Hause dann gemütlich gemacht. Giuliana hat heute die Kleine endlich mal richtig gut spüren können und hat sich total gefreut. Die kleine Prinzessin scheint es sich langsam in Startposition gemütlich zu machen, momentan tritt sie nämlich immer oben und hat die Händchen unten:-D

Liebe Grüße
Sissy

Donnerstag, 7. November 2013

Frauenvormittag

Ich war heute mit Luca bei einer Freundin, ein Freundin die meine Einstellung in vielen vielen Punkten teilt.

Ihr Tochter ist fast so alt wie unser Luca und die beiden haben toll miteinander gespielt, so das wir Frauen in Ruhe quatschen konnten. Ich weiß noch genau wie wir beide mit Kugelbauch beim Tee saßen und nun gehen unsere Zwerge schon 2 Tage die Woche zur Kita.

Auch übers Stricken (da helfe ich ihr), Gitarre spielen (da hilft sie mir) und wie könnte es anders sein über Kinder haben wir uns unterhalten. Sie findet es eben so traurig, wie wenig viele Frauen über das Kinderkriegen wissen und welche "Macht" Ärzte eigentlich haben, in dem sie ganz gezielt mit den Ängsten der Mütter spielen und sie zu Geburten bewegen, die nichts mit einer normalen Geburt zu tun haben.

 Neulich habe ich aber eine Reportage über die Inselhebamme von Borkum gesehen. Da kommen Babies nämlich zu Hause auf die Welt, weil es kein Krankenhaus gibt und viele Mütter nicht den weiten Weg zur nächsten Klinik auf sich nehmen wollen. Dort sind Hausgeburten also wieder zu etwas Normalen geworden. Neben steigenden Kaiserschnittraten eine wirklich schöne Entwicklung!

Meine Freundin hat ihre Tochter auch zu Hause geboren, was ich toll finde. Ich habe sie damals auch ziemlich dazu ermutigt und ihr von meinen Erfahrungen berichtet. Da sie auch alternativ eingestellt ist, war sie damals total offen für das Thema Hausgeburt, auch das Tragen hat sie erfolgreich ausprobiert. Leider mache ich selten Erfahrung bei denen man andere Frauen von diesen eigentlich natürlichen Dingen überzeugen kann. Viele wollen davon eigentlich gar nix hören und erwägen nicht im Geringsten auch nur über eine Hausgeburt nachzudenken. Naja, jeder muss seinen Weg finden, aber es tut wirklich gut sich mit Gleichgesinnten auszutauschen:-D

Ich bin jedenfalls froh und dankbar, das ich 3 meiner Kinder zu Hause bekommen konnte und eins im Geburtshaus. Für uns würde es auch keinen anderen Weg mehr geben (außer natürlich bei Komplikationen) 

So ich muss los, die Jungs müssen zum Judo:-D

Liebe Grüße
Sissy